[wpml_language_selector_widget]
[wpml_language_selector_widget]
Warenkorb 0 0,00 
con rep. = con replica

Erschienen am 13. April 2024

Im Internet wie auch in der gedruckten Fachliteratur ist weithin die Erklärung zu finden, daß „rep.“ für „repitione“ oder „repetitione“ oder „repetizione“ steht. Das ist falsch.

Keine der Schreibweisen ist zutreffend, denn der italienische Begriff, der hier versucht wird herbeizuziehen, schreibt sich „ripetizione“. Dessen Ursprung ist das lateinische „repetitio“.

Alles das hat mit der Abkürzung „con rep.“ nichts zu tun. Das Italienische, das international als Fachsprache in der Musik dient, kennt zwei Begriffe für „Wiederholung“: „replica“ und „ripetizione“.

Dabei ist allein und ausdrücklich nur „replica“ für die Wiederholung einer musikalischen Passage vorgesehen. Entsprechend ist „con rep.“ die Abkürzung für „con replica“ (= mit Wiederholung).

Üblicherweise steht diese Anweisung in Verbindung mit Zeichen wie „D. S.“ (dal segno = vom Zeichen) oder „D. C.“ (da capo = vom Anfang).

Im Normalfall, wenn also die Anweisung „con rep.“ nicht notiert ist, wird bei einer Wiederholung „vom Zeichen“ (dal segno) oder „vom Anfang“ (da capo) eine Passage, die in den üblichen Wiederholungszeichen (Doppelpunkte am Taktstrich) steht, grundsätzlich nicht wiederholt, sondern nur einmal gespielt. Beim Vorhandensein von Voltenklammern, für Passagen mit verschiedenen Endungen, wird in die letzte Klammer gesprungen. Sofern dies noch zusätzlich betont werden soll, notiert man „senza rep.“ (= ohne Wiederholung).

Bei der Anweisung „con rep.“ wird beim Spiel („vom Anfang“ oder „vom Zeichen“) eine in Wiederholungszeichen notierte Passage erneut wiederholt.

Manfred Schmitz, Mini Tango, Deutscher Verlag für Musik, Leipzig 2005.

 

© by INTERMUSIK Redaktion, Ulrich Schmülling, Hammer Straße 18, 59174 Kamen, Deutschland
Eintrag vom bzw. aktualisiert am 13.04.2024

Weitere Beiträge dieser Art

Mein Warenkorb
Dein Warenkorb ist leer.

Sieht so aus, als hättest du noch keine Wahl getroffen.