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Serenade

Sextett für Klarinette, Streichquartett und Kontrabaß

Sätze:

  1. Marcia
  2. Notturno
  3. Scherzo
  4. Variationen über ein Thema von Dvořák

Besetzung: Klarinette in B, Violine I, Violine II, Viola, Violoncello, Kontrabaß

Ausgabe: Stimmen (Klarinette, Violine I, Violine II, Viola, Violoncello, Kontrabaß)

Ed.-Nr.: KS 165

ISMN: 979-0-2022-0165-7

35,00 

Aus dem Vorwort

Die Serenade entstand als Sextett für Klarinette, Streichquartett und Kontrabaß um das Jahr 1965 als Auftragskomposition für den Vater eines Schülers von Rudolf Hindemith. Das Werk verwirklicht im besten Sinne die Vorstellung einer Musik von unterhaltendem Charakter, die sich definitionsgemäß mit der musikalischen Form verbindet.

Schon der einleitende, schmissige Marsch gibt sich keineswegs militärisch streng, sondern offenbart einen eher satirischen Charakter, der zuweilen ein wenig an die Wiener Schrammelmusik erinnert.

Die weitgeschwungene Kantilene des „Notturno“ läßt Rudolf Hindemiths Verehrung für Komponisten wie Verdi, Dvořák und Chopin erkennen. Ursprünglich gehörte dieser Satz zu seinen Fünf Stücken für Klavier, die bereits in den 30er Jahren komponiert wurden. Für die Serenade hat er das Stück sensibel instrumentiert.

Das rhythmisch betonte „Scherzo“ besticht durch seine farbenreiche instrumentale Gestaltung. Es knüpft zunächst an die schmissig-tänzerische Faktur des ersten Satzes an, bringt dann im Mittelteil eine ausgedehnte Pizzicato-Passage der Streicher und kehrt dann zum Anfang zurück.

Den „Variationen über ein Thema von Dvořák“ liegt das Thema aus dem langsamen Satz von Antonín Dvořáks Neunter Sinfonie zugrunde. Dieses melodisch expressive Thema hat Rudolf Hindemith schon in früheren Jahren inspiriert und zu seiner 1933 entstandenen Auftragskomposition Kleine Blechmusik (für 4 Trompeten, 3 Hörner, 3 Posaunen und 2 Tuben) angeregt, die sich der gleichen Thematik bedient. Auch seine Variationen über ein amerikanisches Lied (für Blechmusik, Kontrafagott und Schlagzeug) – wahrscheinlich eine „Erweiterung“ der Kleinen Blechmusik – bedienen sich des Dvořák-Themas.

In den finessereichen Variationen des Dvořák-Themas in seiner Serenade offenbart sich Rudolf Hindemiths Virtuosität in der Verarbeitung vorgegebenen thematischen Materials. Zeittypisch sind die Ragtime-Rhythmen in der ersten Variation, rasant virtuose Klarinettenläufe bestimmen die zweite. In der dritten Variation sind besonders die Geigen gefordert, während die vierte eine freie Umspielung des Themas als Cello-Solo bringt. In der fünften, eher rhapsodisch angelegten Variation, die sich weit vom Ausgangsmaterial entfernt, erklingt das Thema in der Klarinette. Kurz vor dem Schluß des Satzes, gleichsam als Antizipation, stimmt eine kurze Reminiszenz noch einmal auf den ersten Satz ein, mit dessen Wiederholung die Serenade ausklingt.

(Dr. Hans Gerd Brill)

Spieldauer: ca. 16:30 min

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